E-Invoicing 15.04.2026 · Billboy Redaktion

Peppol-Netzwerk — was kommt nach ZUGFeRD

Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein standardisiertes Netzwerk für den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten — insbesondere Rechnungen. Es wird von der EU gefördert und ist in vielen Ländern bereits Pflicht für öffentliche Auftraggeber.

Wie funktioniert Peppol?

Peppol funktioniert wie ein E-Mail-System für Rechnungen:

  1. Sender und Empfänger haben eine Peppol-ID (basiert auf der USt-IdNr.)
  2. Der Sender schickt die E-Rechnung über seinen Access Point (Provider)
  3. Das Peppol-Netzwerk leitet die Rechnung an den Access Point des Empfängers weiter
  4. Der Empfänger erhält die Rechnung automatisch in seinem System

Vorteile gegenüber E-Mail

  • Automatisch: Kein manuelles Öffnen und Eintippen von PDFs
  • Validiert: Rechnungen werden vor dem Versand geprüft (EN 16931)
  • Sicher: Verschlüsselte Übertragung, verifizierte Teilnehmer
  • Europaweit: Ein Standard für alle EU-Länder

Peppol in Deutschland

Bisher ist Peppol in Deutschland vor allem im öffentlichen Sektor relevant (XRechnung via Peppol an Behörden). Mit der schrittweisen E-Invoicing-Pflicht ab 2025/2027 wird Peppol aber auch im B2B-Bereich an Bedeutung gewinnen.

Ausblick

Die EU plant ein ViDA (VAT in the Digital Age) Reformpaket, das Peppol als Standard-Infrastruktur für den Rechnungsaustausch vorsieht. Wer sich heute schon mit EN 16931 und ZUGFeRD aufstellt, ist für Peppol vorbereitet.