Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein standardisiertes Netzwerk für den elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten — insbesondere Rechnungen. Es wird von der EU gefördert und ist in vielen Ländern bereits Pflicht für öffentliche Auftraggeber.
Wie funktioniert Peppol?
Peppol funktioniert wie ein E-Mail-System für Rechnungen:
- Sender und Empfänger haben eine Peppol-ID (basiert auf der USt-IdNr.)
- Der Sender schickt die E-Rechnung über seinen Access Point (Provider)
- Das Peppol-Netzwerk leitet die Rechnung an den Access Point des Empfängers weiter
- Der Empfänger erhält die Rechnung automatisch in seinem System
Vorteile gegenüber E-Mail
- Automatisch: Kein manuelles Öffnen und Eintippen von PDFs
- Validiert: Rechnungen werden vor dem Versand geprüft (EN 16931)
- Sicher: Verschlüsselte Übertragung, verifizierte Teilnehmer
- Europaweit: Ein Standard für alle EU-Länder
Peppol in Deutschland
Bisher ist Peppol in Deutschland vor allem im öffentlichen Sektor relevant (XRechnung via Peppol an Behörden). Mit der schrittweisen E-Invoicing-Pflicht ab 2025/2027 wird Peppol aber auch im B2B-Bereich an Bedeutung gewinnen.
Ausblick
Die EU plant ein ViDA (VAT in the Digital Age) Reformpaket, das Peppol als Standard-Infrastruktur für den Rechnungsaustausch vorsieht. Wer sich heute schon mit EN 16931 und ZUGFeRD aufstellt, ist für Peppol vorbereitet.