E-Invoicing 14.04.2026 · Billboy Redaktion

EN 16931 — der europäische E-Invoicing-Standard erklärt

Die europäische Norm EN 16931 definiert ein semantisches Datenmodell für die Kernelemente einer elektronischen Rechnung. Sie wurde von der EU-Kommission in Auftrag gegeben und ist seit 2017 der verbindliche Standard für E-Rechnungen an öffentliche Auftraggeber.

Was regelt EN 16931?

Der Standard definiert:

  • Pflichtfelder: Welche Daten eine E-Rechnung enthalten muss (Rechnungsnummer, Datum, Beträge, USt etc.)
  • Optionale Felder: Zusätzliche Informationen (Lieferzeitraum, Bankverbindung, Referenzen)
  • Geschäftsregeln: Validierungsregeln für die Datenqualität
  • Codelisten: Standardisierte Werte für Einheiten, Währungen, Steuerkategorien

Syntaxen

EN 16931 definiert das „Was", nicht das „Wie". Für die technische Umsetzung gibt es zwei anerkannte Syntaxen:

  • UBL 2.1 (Universal Business Language) — wird von XRechnung verwendet
  • CII (Cross Industry Invoice) — wird von ZUGFeRD verwendet

Beide Syntaxen sind gleichwertig und transportieren dieselben Geschäftsinformationen.

CIUS — Country Specific Implementations

Jedes EU-Land kann den Standard durch eine CIUS (Core Invoice Usage Specification) erweitern. In Deutschland ist das die XRechnung — sie fügt deutsche Spezifika hinzu (z. B. Leitweg-ID für Behörden).

Billboy und EN 16931

Billboy generiert E-Rechnungen, die vollständig EN 16931-konform sind. Das ZUGFeRD-Profil „EN 16931" (Comfort/Extended) wird automatisch verwendet — die XML-Daten werden in das PDF eingebettet.